Energie und Vitalität

Wie ich durch 4 kleine Fragen ein kleines bisschen schlauer werde

Heute ist ein guter Morgen. Schon beim ersten Weckton bin ich hellwach, fühle mich ausgeruht und energiegeladen. Gut gelaunt gehe ich kurz ins Bad und decke anschließend den Frühstückstisch. Den Weg zur Arbeit lege ich mit dem Fahrrad zurück und stelle, beinahe ohne Kraftaufwand, einen neuen Streckenrekord auf. Als mir auch auf der Arbeit alles mühelos von der Hand geht, lehne ich mich innerlich kurz zurück. „Was für ein toller Tag!“ Ein klein wenig übermütig verabrede ich mich für den Abend mit einer guten Freundin auf ein Bier. Am nächsten Morgen wird der Wecker zwar zeitig klingeln, aber hey, was soll’s? Schließlich lebt man nur einmal!

Und am nächsten Morgen klingelt der Wecker zeitig…
„Oh verdammt, ich muss aufstehen.“ Hundemüde quäle ich mich ins Bad und starre das augenberingte Etwas an, das mir aus dem Spiegel entgegenblickt. In Erinnerung an den Vortag fühle ich mich gleich doppelt elend und suche verzweifelt nach all der Energie, durch die der gestrige Tag so wahnsinnig einfach erschien.

Mit dem ersten Kaffee erwacht auch meine Neugier und ich stelle mir die Fragen…

  • …, wie eigentlich Energie entsteht.
  • …, wozu meine Energie aufgewendet wird.
  • …, wie hoch mein täglicher Energiebedarf ist.
  • …, welche Lebensmittel am besten dazu geeignet sind, meinen Energiebedarf zu decken.

Da ich in Anbetracht des Vorabends aber einfach zu faul bin, um im Netz auf die Suche nach Antworten zu gehen, schreibe ich meinem Freund Paul eine E-Mail. Als Sportwissenschaftler sollte er doch schließlich Bescheid darüber wissen! Hier seine Antworten:

Wie entsteht eigentlich Energie?

Naja, Makronährstoffe aus der Ernährung, wie Kohlenhydrate, Fette und Proteine, (aber auch Alkohol) werden verstoffwechselt, so dass energiereiche Verbindungen wie ATP (Adenosintriphosphat) entstehen, welche dann für deine körperliche und geistige Aktivität bereitstehen.

Wozu brauche ich Energie?

Im Prinzip für fast alles. Hier mal ein kleiner Auszug.

  • Aufstehen, Zähneputzen, Sprechen, Arbeiten usw.

Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt:

  • Zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur
  • Zur Ankurbelung von Stoffwechselprozessen
  • Zur Bewegung
  • Zur Herstellung und Erneuerung körpereigener Bestandteile, wie Zellen u.ä.

Wie hoch ist mein täglicher Energiebedarf?

Das schwankt von Mensch zu Mensch. Neben dem Körpergewicht und dem Alter richtet sich das vor allem nach der alltäglichen Aktivität (z.B. ausgeübter Beruf, Freizeitaktivitäten, regelmäßige sportliche Bewegung). Um es näherungsweise zu berechnen, musst du deinen Ruheenergieverbrauch (in kcal/Tag) mit dem PAL-Wert (als Maß der körperlichen Aktivität) multiplizieren. So erhältst du dann deinen Energiegehalt in Kilokalorien (kcal) oder kJ (Kilojoule).

Nimmst du weniger Energie zu dir als du täglich brauchst, nennt man das „negative Energiebilanz“. Diese wird dann wichtig, wenn du abnehmen willst. Das geht aber oft einher mit Erscheinungen wie Müdigkeit oder Abgeschlagenheit.

Welche Lebensmittel eignen sich zur Deckung meines Energiebedarfs?

Abhängig vom Gehalt an Wasser und Fett besitzen Lebensmittel unterschiedliche Energiegehalte. Ein hoher Gehalt an Wasser und Ballaststoffen ist gleichbedeutend mit einer  niedrigen Energiedichte, wie z. B. in Obst und Gemüse. Im Gegensatz dazu stehen verarbeitete Nahrungsmittel als auch fett- oder kohlenhydratreiche Kost für eine hohe Energiedichte. Dazu gehören z.B. Pommes, Wurst oder auch das lecker belegte Weizenbrötchen vom Bäcker um die Ecke.

Wichtig hierbei: die Auswahl der passenden Lebensmittel richtet sich stark nach der Art der täglichen körperlichen Aktivität. Ein Bauarbeiter braucht demnach eine gehaltvollere Ernährung als jemand, der den Arbeitstag sitzend am Schreibtisch verbringt.

Um einiges schlauer, beschließe ich reuevoll, die wertvollen Tipps in den nächsten Tagen zu berücksichtigen. Für heute gibt’s indes nur eine Lösung: Durchhalten!