Die Aroniabeere scheint neuerdings sprichwörtlich in aller Munde zu sein. Sie wissen noch nicht, was sich hinter der Aroniapflanze genau verbirgt? Machen Sie sich keine Gedanken, denn die Aronia, im deutschsprachigen Raum auch Apfelbeere genannt, ist hierzulande noch recht unbekannt. Ganz im Gegensatz zu vielen osteuropäischen Ländern, in denen sie seit vielen Jahrzehnten kultiviert wird und man um die Besonderheit dieser Pflanze weiß. Denn die Aroniabeere ist eine vielseitige Frucht, die einen extrem hohen Gehalt an primären Pflanzenstoffen, wie Vitaminen oder Mineral- und Ballaststoffen und zudem einen sehr hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenolen) aufweist.

Aronia: Beeren als Energielieferant

Die eigentliche Heimat der Aroniabeere ist der nordamerikanische Kontinent, wo sie bereits vor ihrer Einführung nach Europa einen festen Platz in der Ernährung und Heilkunde der Ureinwohner hatte. So ist überliefert, dass die indianischen Ureinwohner in Nordamerika Aroniabeeren sammelten, trockneten und mit ebenfalls getrocknetem Fleisch vermischten. Diese Mischung wurde portionsweise gepresst und diente ihnen auf ihren Wanderungen als Energie­ und Eiweißquelle – praktisch eine frühe Form des Energieriegels. Doch neben der Funktion als Energiespender schätzten diese Naturvölker die Aroniabeere auch wegen einer weiteren, viel bedeutenderen Eigenschaft.