Alles Wissenswerte rund um die Aroniabeere

Aronia, die legendäre Beere, gehört zur botanischen Familie der Rosengewächse. Obwohl sie als Beere bezeichnet wird, erinnert ihr Inneres eher an Kernobst, wie z. B. einen Apfel. Daher wird sie auch oft als Apfelbeere bezeichnet. Die bläulich-schwarzen Beeren besitzen viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe.

Welche Arten gibt es?

Auf der ganzen Welt finden sich nur drei Arten von Aronia. Diese unterscheiden sich durch die Farbe ihrer Früchte (schwarze oder rote Apfelbeere) oder durch die Form ihrer Blätter (pflaumenblättrige Apfelbeere). In Deutschland wird die schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa) am häufigsten angebaut. Zu den bekanntesten Sorten dieser Art zählen die Typen Nero, Viking und Aron.

Welche Inhaltsstoffe stecken in der Aroniabeere?

Die kleine Aroniabeere ist ein wahres Bollwerk an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu gehören viele Vitamine der B-Gruppe wie auch die Vitamine A, E und C. 

Alles Wichtige auf einen Blick: Der Steckbrief der Aroniabeere

Warum ist der Aroniastrauch eigentlich so besonders? Und welcher ist sein Lieblingsstandort? Entdecken Sie den Steckbrief der Aronia und erfahren Sie mehr über die faszinierende Pflanze.

Wie sieht die Pflanze aus?

Die kleinen, 0,5-1,2 cm großen Aroniabeeren wachsen an bis zu drei Meter hohen Sträuchern, die oftmals als Heckenpflanzen zum Einsatz kommen. Denn mit ihren farbenfrohen Blüten und Blättern geben sie zu jeder Jahreszeit eine gute Figur ab: während der Maiblüte leuchten die Sträucher in strahlendem Weiß, im Sommer zeigen die Blätter ein sattes Grün und zur Herbstzeit leuchten sie in einem intensiven Rot. Da sich der Strauch sehr resistent gegenüber Schädlingen erwiesen hat, kommt er in der Regel ohne eine spezielle chemische Behandlung aus. 

Woher stammt die Aronia und wie verbreitete sie sich?

Die essbaren Früchte mit dem herb-säuerlichen Geschmack stammen ursprünglich vom nordamerikanischen Kontinent, wo sie als Wildform an der Ostküste und in Teilen Kanadas wachsen. Verschiedene Gruppen der amerikanischen Ureinwohner benutzten Früchte und Blätter der Aroniapflanze in getrockneter Form, um Tee, kleine, kuchenförmige Speisen oder eine Art „Energieriegel“ zuzubereiten.

Mehrere Überlieferungen deuten darauf hin, dass sich die Aroniapflanze im 19. Jahrhundert über Russland bis nach Osteuropa verbreitete. Wie genau, ist bislang unbekannt, doch existieren bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts Beschreibungen der Pflanze, die der Wildform des Strauches ziemlich ähnlich sind.

Gesichert ist, dass die Aroniabeere um 1900 in Russland auftauchte und sich ab Mitte der 1950er auch in Mitteleuropa zeigte. Seit Anfang der 1970er Jahre wird sie großflächig in Plantagen in Sachsen angebaut, später erlangte sie auch in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich Bekanntheit.